Zum Kundenkreis gehörten berühmte Personen, wie zum Beispiel Elizabeth Taylor, die Berliner Schlagersängerin Manuela (sie besaß einen roten 600er und fuhr damit auf die Bühne ihrer Shows im Dunes Hotel in Las Vegas), John Lennon (der den Wagen später an seinen Beatles-Kollegen George Harrison verkaufte), Aristoteles Onassis, Herbert von Karajan, Gunter Sachs, Schah Mohammad Reza Pahlavi, Mao Zedong, Coco Chanel, Rudolf Schock, Ivan Rebroff, Udo Jürgens, Max Grundig, Johannes von Thurn und Taxis, Kaiser Hirohito oder Elvis Presley. Viele Staaten hatten einen 600er im Fuhrpark, unter anderem Deutschland, Ägypten, Algerien, Ghana, Jordanien, Kambodscha, Kuba, Österreich und die Türkei. Auch Leonid Breschnew fuhr privat während seiner Amtszeit einen 1966 gebauten Mercedes 600. Anfang 2008 wurde dieses Exemplar vom Bundesland Brandenburg durch das Finanzamt Potsdam, das ihn durch eine Privatpfändung erhielt, für 103.600,- EUR an einen anonymen Käufer versteigert
Die Ursprünge des 600ers liegen in der Mitte der 1950er Jahre. Fritz Nallinger, führender Entwickler bei Daimler-Benz, betrieb die Entwicklung eines „Groß-, Reise- und Repräsentationswagens“ auf dem Stand des technisch Machbaren. So erhielt der Wagen unter anderem Luftfederung, Automatikgetriebe, Servolenkung und -bremsen. Die Entwickler zogen auch ein Modell mit verlängertem Radstand in Betracht. Bald zeigte sich, dass ein wirtschaftlicher Erfolg mit diesem Auto kaum möglich sein würde, da der Anteil der Entwicklungskosten bei den zu erwartenden geringen Stückzahlen für ein Exemplar bei 37.000 Mark läge – das fertige Automobil kostet 1964 ab 56.500 Mark. Der Mercedes 600 war dann auch über seine gesamte Bauzeit stets ein Zuschussgeschäft, das Daimler-Benz vor allem aus Imagegründen betrieb.
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